Corona – Kinder der Armut

Nicht genug, dass Kinder und Jugendliche verstärkt unter der Pandemie leiden (mehr als die Hälfte zeigen relvante psychische Symptome), Kinder, deren Familien an oder unter der Armutsgefährdungsgrenze leben, sind den Folgen noch mehr ausgesetzt.

Allein die oftmals beengten Wohnverhältnisse, fehlende Rückzugsräume, mangelnde Ausstattung für distance learning, häufig auch

wenig Unterstützung durch Eltern oder andere Bezugspersonen, mangelnde Ernährung und Gesundheitsversorgung führen zu höheren Belastungen. Dazu kommt noch, dass die unteren Einkommen stärker von Maßnahmen betroffen sind als die oberen, die Einkommensschere wurde bereits durch ein Jahr Pandemie deutlich vergrößert. Mehr Kurzarbeit, mehr Arbeitslosigkeit, schlecht bezahlte Jobs sind meist nicht im home office durchführbar.

Das Gesamt der komplexen Bedingungen führt dazu, dass diese Kinder und Jugendlichen stärker durch die Pandemie geschädigt werden als andere Bevölkerungsgruppen. Vor allem ist zu befürchten, dass Folgeschäden noch längere Zeit wirksam bleiben werden. Eine Umfrage der Volkshilfe zeigt diese Zustände auf. Laut einer Befragung der Uni Salzburg sind 2 von 10 Kindern trauriger und einsamer als vor Corona. Bei den von Armut betroffenen Kindern ist der Anteil 3 Mal so hoch.

Förderungen kommen aus unterschiedlichen Gründen oft nicht dort an, wo sie am dringendsten benötigt würden. Eine automatisch ausbezahlte Kindergrundsicherung, wie sie von der Volkshilfe vorgeschlagen wird, würde hier Abhilfe schaffen. Immerhin handle es sich um 300.000 betroffene Kinder.

Stephan Burgstaller

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