Es ist noch nicht so lange her, da haben wir noch für globale 1,5 demonstriert, auf Europa übertragen wären es ca 2,5 Grad gewesen. Jetzt heißt es, wir müssten uns in Europa auf 4 Grad Überhitzung einstellen. Ganz schön heavy. 2025 progonstizierte der Emissons Gap Report, dass wir bis Ende des Jahrhunderts von 2,3 bis 2,5 Grad Überhitzung der Erde ausgehen müssten, eine leichte Verbesserung gegenüber früheren Prognosen. Bleiben die Klimaschutzmaßnahmen auf dem aktuellen Niveau, sind es allerdings 2,8 Grad, also in Europa 3,8. (taz 4.11.2025)
Kosten von 45 Milliarden Euro für Folgeschäden der Überhitzung jedes Jahr, 2025 gab es 24.000 Hitzetote allein in Europa. No comment. Wissenschaftlerinnen des Klima-Expertinnenbeirats der EU meinen, ‚Klimaanpassung sei keine Option, sondern eine Notwendigkeit‚. Sie fordern einen EU-weiten gemeinsamen Rahmen für die notwendigen Klimaanpasssungsmaßnahmen.
„Um diesen gemeinsamen Rahmen entwickeln zu können, fordern die Forscher*innen, dass sich alle EU-Länder einigen, von wie viel Grad Erderhitzung sie ausgehen. Sie schlagen vor, sich an den Modellierungen von Weltklimarat und UN-Umweltprogramm zu orientieren. Sie sagen bei einer Fortsetzung der aktuellen Klimapolitik etwa 2,8 Grad Erderhitzung voraus. In Europa läuft das dem Klimabeirat zufolge auf etwa 4 Grad Erhitzung hinaus. Entsprechend müssten alle EU-Länder ihre Anpassungsmaßnahmen auf 4 Grad Erhitzung in Europa ausrichten, wenn sie dem Vorschlag des Expert*innenrats folgen. Frankreich zum Beispiel tut das bereits.“ (taz 17.02.2026)
Das ist nicht genug
Klimaanpassung ist so not-wendig wie weitere Klimaschutzmanßnahmen. Nicht auf dem Papier, sondern in realer Umsetzung. Und doch gibt es Länder, die z.B. kein Windrad auf ihren Bergen stehen haben wollen. Vielleicht, weil sie neben den vielen Skiliften kein gutes Bild machen würden. Ein gutes Bild für 4 statt 3 Grad Überhitzung? Das lässt einen schon nachdenken. Oder, eine Dimension nach oben, CO2 ist gar nicht schädlich. Naja dann, … Der EU-Expert:innenrat kommt diesbezüglich zu einem klaren Schluss:
„Der EU-Expert*innenrat warnt gleichzeitig davor, sich angesichts einer immer heißer und gefährlicher werdenden Welt auf Anpassungsmaßnahmen zu verlassen: Sie könne „nicht alle Auswirkungen des Klimawandels verhindern“, sagte Jette Bredahl Jacobsen, stellvertretende Vorsitzende des Beirats. Deshalb seien Klimaschutzmaßnahmen weiterhin unerlässlich, „um Klimagefahren auf ein beherrschbares Niveau zu begrenzen“.“ (taz 17.02.2026)
Das ist wohl unsere Realität. Klimaanpassung für aktuell 4 Grad Überhitzung planen und Klimaschutz, was immer möglich ist. Auf letzteres hinzuweisen und immer wieder darauf aufmerksam zu machen sehe ich als ‚unsere‘ Aufgabe, Aufgabe von Klima-Initiativen und Zivilgesellschaft.
Am 30. und 31. Mai beim Südwindfest im Alten AKH werden die Allianzen For Future präsent sein. Falls du dich informieren oder mitmachen willst, vorl. Info hier. Und am 9. Juni 2026 wird es eine Aktion der Allianzen im Rahmen des österreichweiten Hitzeaktionstages in Wien geben. Infos folgen demnächst.
Weitere Infos auf www.seniorsforfuture.at