64 Staaten sind im CCPI aufgelistet. Der Klimaschutz-Index (Climate Change Performance Index) bewertet und vergleicht die Klimaschutzleistungen von 64 Ländern, die für über 90% der globalen Treibhausgasemissionen verantwortlich sind. Österreich liegt auf Rang 35. Einst noch Vorbild-Land, rangieren wir jetzt in der unteren Hälfte, Tendenz fallend. Nicht zuletzt durch die Performance der aktuellen Bundesregierung.
2023 lag unser Land auf Rang 32, 2024 konnten wir uns auf Platz 23 verbessern, um dann 2025 noch weiter, auf Platz 35 abzurutschen. Das erste Jahr der neuen Regierung hat uns eine Talfahrt um 12 Ränge beschert. Fossile Förderungen werden kaum angetastet oder sogar erhöht, bei Klimaschutz wird gespart. Das wirkt sich aus.
Manche sagen, momentan hätten wir doch wirklich andere Sorgen als das Wetter, die Kriege, Teuerung und Preisanstiege für Energie, in Folge auch der Lebenshaltungskosten bis hin zur existentiellen Gefährdung, Zusammenbruch der sozialen und globalen Ordnung, die Ablöse einer regelbasierten und zumindest am Vökerrecht orientierten Politik durch eine Politik des Rechts des Stärkeren. Wir gewöhnen uns gerade an Krieg als Dauerzustand, Unsicherheit und Angst sind weit verbreitet, eine starke Friedensbewegung aktuell nicht sichtbar.
Stimmt alles, doch ein Grund für die Folgen der voraussichtlich noch ansteigenden wirtschaftlichen Krise ist unsere Abhängigkeit von Öl und Gas. Hätten wir die Erneuerbaren und die Mobilitätswende stärker vorangetrieben, stünden wir heute deutlich besser da. Mehr gefühlte und reale Sicherheit schafft soziale Stabilität und stützt damit eine freie demokratische Gesellschaftsordnung. Die Demokratie wiederum ist wichtig für den Klimaschutz. Klimaschutz ist Menschenschutz. Autokratien kümmert das nicht.
Handeln kannst du immer, egal von welchem Standpunkt aus. Auch wenn die Klimakrise bereits stattfindet, können wir immer noch Geschwindigkeit und Ausmaß verringern. Jedes Zehntel Grad weniger und jedes Jahr geringere Dauer schützt Mensch und Natur. Seit über fünf Jahren gibt es in Österreich kein Klimaschutzgesetz und die Bereitschaft der Regierung, diesen Missstand zu beheben, scheint nicht sehr groß zu sein. Das muss sich ändern. Angesagt sind Regeln für die Transformation, ein schneller Ausbau der Erneuerbaren und eine Änderung unserer konsumbeherrschten Gewohnheiten. Beide sind gefordert: Politik und Zivilgesellschaft.
