Covid 19 – ein neoliberaler Glückstreffer

Virus, Virus, Virus – nichts anderes hört man zur Zeit. Abstandsregeln, Maskenpflicht, Ankündigung von Lockerungen der Maßnahmen, Statistiken und Daten, die in ihrer wahren Bedeutung schwer einschätzbar sind, Warnungen vor einer zweiten Welle, Verbreitungsgeschwindigkeit, Erkrankungszahlen, Genesungen und Sterblichkeiten, medizinisch epidemiologische Strategien – das ist eine Sache.

Die andere Sache sind die gesellschaftlichen Folgen, die sich aus den Maßnahmen der Regierungen ergeben und sämtliche Bereiche des gesellschaftlichen Lebens betreffen, bis hinein in die Psyche der einzelnen Menschen. Sowohl (!) das Virus selbst wie auch die sekundären Folgen treffen drei Bevölkerungsgruppen besonders hart: Alte, Kranke und Arme.

Der reichen Elite macht es nichts aus, ein paar Wochen oder Monate nichts zu tun, Vermögen ist genug vorhanden, und falls alt und krank, genießen sie die beste medizinische Versorgung. In ärmeren Schichten kann schon ein Einkommensverlust von ein paar Wochen eine ernsthafte Gefährdung bedeuten und Einzelpersonen und Familien in existentielle Nöte bringen. In vielen der ärmeren Länder und Gebiete dieser Erde gibt es kaum Zugang zu ausreichender medizinischer Versorgung, und auch so etwas wie ’social distancing‘ ist dort kaum durchführbar.

Längerfristig bedeutet das eine weitere Vergrößerung der sozialen Ungleichheit, der Kluft zwischen reich und arm. Da die Notwendigkeit, einen Anteil der Bevölkerung in Armut zu halten bzw. die Produktion von Armut der neoliberalen Ideologie-Theorie immanent ist, erscheint die Pandemie aus dieser Sicht als ein neoliberaler Glückstreffer.

Stephan

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